Food Filmfestival Münster am 24. und 25. Oktober 2015

12092381_10208016264784985_1773724820_nSlow Food Youth Münster lädt ein zu Münsters erstem Food Filmfestival!

Am Samstag, 24.10. und Sonntag, 25.10.2015
von 11:00 – 22:00 Uhr
in und um die Sputnikhalle am Hawerkamp.

Auf dem Programm stehen kulinarische Spielfilme und Dokumentationen rund um das Thema Lebensmittelvielfalt.

Der Street Food Markt verwöhnt euch mit verschiedensten Köstlichkeiten.

Außerdem wird ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Musik, Poetry Slam, Improtheater, Workshops, Diskussionen und vielem mehr geboten.

Jetzt schon in den Kalender schreiben und unbedingt vorbeikommen!

Hier findest du alle Infos zum Programm!

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Nachhaltigkeit, Essen, Umwelt.

Darum geht’s auf unserer Homepage. Wohnst du in oder nahe Münster, dann findest du hier jede Menge spannende Tipps, Anlaufstellen, Projekte und vieles mehr zu Themen wie Konsum, Direkterzeugern, Teilen und Verwerten.
Worum geht’s eigentlich genau? In der konventionellen Landwirtschaft werden Pestizide, Mineraldünger und Antibiotika verwendet – dass das nicht besonders gut ist, haben wohl die Meisten schon einmal gehört. Aber deshalb direkt teure Bio-Produkte kaufen? Was genau hinter den Praktiken der konventionellen Landwirtschaft steckt und welche weitreichenden Wirkungen diese Anbauformen nach sich ziehen ist jedoch meist undurchsichtig. Es gibt allerdings eine lange Liste von Argumenten, die belegen wie wichtig – ja fast schon unerlässlich – es ist, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit, Öko-Landwirtschaft usw. auseinanderzusetzen.

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Eine kleine Einführung ins Thema findest du im Anschluss. Weiter unten auf dieser Seite ist eine Liste von Links zusammengestellt, die dich mit weiterführenden Infos versorgt. Noch mehr zu den verschiedenen Themen findest du in den jeweiligen Unterseiten.


Das wohl grundlegendste Thema der Website ist Nachhaltigkeit. Nachhaltige Konzepte wollen dafür Sorge tragen, dass auch die Generation unserer Kinder, Enkel, Urenkel… noch auf einem ‚intakten’ Planeten leben können.

Passt dein Fuß auf diese Erde? Hier kannst du deinen ökologischen Fußabdruck berechnen und sehen, wie nachhaltig dein Lebensstil und Konsumverhalten eigentlich ist.

Warum trage ich zur Nachhaltigkeit bei, wenn ich Bio-Lebensmittel kaufe?

Konventionelle Landwirtschaft und Viehzucht kommt nicht ohne Mineraldünger, Pestizide, wie Herbizide und Fungizide, sowie Antibiotika für Tiere aus. Das ist zuerst einmal nicht besonders gesund für uns Verbraucher – was man beispielweise gut an multiresistenten Keimen sieht. Durch die exzessive Verabreichung von Antibiotika an Tiere steigt das Risiko, dass sich multiresistente Bakterien entwickeln. Werden wir dann einmal durch diesen Erreger krank, kann die Krankheit nicht mehr einfach mit Antibiotika behandelt werden. (siehe auch Link unten) Richtig bedenklich ist der Einsatz von Düngern im Hinblick auf unsere Umwelt. Ein drastisches Beispiel sind die Elemente Phosphor und Stickstoff. In der konventionellen Landwirtschaft müssen Phosphor und Stickstoff durch Düngemittel dem Acker zugeführt werden. Die weltweiten Phosphor-Reserven werden allerdings in wenigen Jahrzehnten aufgebraucht sein – wirkliche Alternativen gibt es nicht. Hinzu kommt, dass die Gewinnung dieser Rohstoffe extrem klimaschädlich ist und damit einen großen Beitrag zum Klimawandel leistet – in der Summe ist die konventionelle Landwirtschaft damit der größte ‚Klimasünder’ – noch vor den Abgasen der Industrie oder des Verkehrs.

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Was ist anders im ökologischen Landbau?

Hier werden weder die schädlichen Pestizide noch Dünger aus der konventionellen Landwirtschaft verwendet. Stattdessen halten Bio-Landwirte sogenannte Fruchtfolgen ein. Das bedeutet, dass auf einem Feld nicht jedes Jahr auf‘s Neue Kartoffeln angebaut werden, sondern zwischendurch beispielsweise Hülsenfrüchte [Leguminosen]. Diese sind in der Lage, Stickstoff im Boden zu binden und verbessern so auf natürliche Weise die Bodenfruchtbarkeit. Außerdem benutzten Bio-Bauern Kompost und andere schonendere Methoden, die die Fruchtbarkeit der Böden steigern In der ökologischen Landwirtschaft haben die Hühner, Rinder, Schweine und die übrigen Tiere deutlich mehr Platz zur Verfügung. Mit der artgerechten Tierhaltung wird eine Haltung praktiziert, die sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert und versucht, auf die angeborenen Verhaltensweisen der Tiere Rücksicht zunehmen. Krankheiten entstehen deshalb viel seltener, sodass eine übermäßige Antibiotika-Gabe gar nicht vonnöten ist. Ob die Haltung von Tieren überhaupt artgerecht sein kann bleibt jedoch offen.


Was kann ich tun?

Es gibt unzählig viele spannende Projekte, innovative Ideen und zugleich alltagstaugliche Möglichkeiten, die sich für einen nachhaltigen Umgang mit unserem Planeten einsetzen.

  • Sehr alltagstauglich: Bio – regional – saisonal. Wer beim Einkaufen auf diese drei Eigenschaften achtet, der tut schon ein gutes Werk. Lange Transporte und Lagerung werden so vermieden.
  • Noch direkter geht es natürlich beim Bio-Hof selbst. Mehr Tipps dazu unter „Direkterzeuger“.
  • Inspiration dazu, wie du dann aus den leckeren Lebensmitteln ein ebenso appetitliches Gericht zauberst, findest du in der Rubrik „Zubereiten“.
  • Verschwendung von Lebensmitteln muss nicht sein. Wie sich das verhindern lässt kannst du unter „Verwerten“ und „Teilen“ nachlesen.
  • Wer selbst richtig aktiv werden möchte, wird unter „Projekte und Initiativen“ fündig. Von Community Supported Agriculture über Food Coop, Urban Gardening bis zu Konzepten wie Fossil Free – darunter findest du mit Sicherheit eine Initiative, bei der er sich lohnt mitzumachen.

Links

  • Eine Broschüre des BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) mit 28 Bio-Argumenten. Von „Ist Bio drin, wo Bio draufsteht?“ über „Warum sind Bio-Lebensmittel teurer?“ bis hin zu Umwelt-Vorteilen der Bio-Landwirtschaft.
  • Antibiotika und Tierproduktion. Das Bundesinstitut für Risikobewertung erläutert kurz und knapp, warum Antibiotikagaben für Zuchttiere gefährliche Auswirkungen haben können.
  • Buchtipp. Food Crash – wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr. (Pattloch, 2011). Felix zu Löwenstein veranschaulicht auf spannende Art und Weise, wie unerlässlich es ist, von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umzusteigen.

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Bildquellen
*1) Gefunden auf: Europäische Kommission – Landwirtschaft und ländliche Entwicklung *2) Gefunden auf: Verlagsgruppe Droemer-Knaur

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