Direkterzeuger

Wer sehen möchte, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie es vor Ort aussieht, der kauft am Besten direkt vom Erzeuger selbst. Es gibt viele Landwirte, die in Hofläden ihre Waren verkaufen.

In Münster liegen (je nachdem wo man wohnt) schon im Umkreis von 10 km ein Dutzend Höfe, die auch einen Verkauf anbieten. Pluspunkt für die Umwelt: ‚Regional’ und ‚saisonal’ ist beim Einkauf im Hofladen quasi garantiert. Lange Transport- und Lagerkosten werden so größtenteils vermieden. Allerdings: Teilweise kaufen die Höfe auch Waren zu, um eine breitere Produktauswahl bieten zu können. Im Zweifel also nachfragen, ob die jeweiligen Waren wirklich vor Ort erzeugt wurden, oder woher sie stammen.

Auf folgenden Homepages kannst du über die Umkreissuche herausfinden, welche Betriebe es in deiner Nähe gibt.

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 Wochemärkte

Auf dem Wochenmarkt findet man ebenfalls Bauern, die ihre Ernten und Produkte anbieten.

  • Der Münsteraner Wochenmarkt findet zweimal wöchentlich (mittwochs und samstags) auf dem Domplatz statt. Dort werden neben Obst, Gemüse und tierischen Produkten auch Textilien, Pflanzen und Blumen angeboten. Kaffeestände, Imbisswägen und Reibekuchenbäckerei laden zum verweilen und plauschen ein.
    Der Biolandhof Meyer bietet auf dem Münsteraner Wochenmarkt die Studikiste für 5 EUR an. Einfach vor Ort am Stand vorbestellen.
  • Freitags findet auf dem Domplatz zusätzlich der ökologische Bauernmarkt statt, auf dem ausschließlich Produkte in Bio-Qualität zu kaufen sind.ec_organic_208_big

Einige Beispiele für Direkterzeuger mit Hofläden u.Ä.:

  • Der Bioland-zertifizierte Hof Steinhorst und der Bioland-Betrieb Laakenhof bieten einen Hofladen und eine Gemüsekiste an und sind auf dem freitäglichen Biomarkt in Münster vertreten.
  • Vom Milchhof Große Kintrup kann man frische Milch und Milchprodukte beziehen – vor Ort steht ein Milchautomat, der vergleichbar mit einem normalen Getränkeautomaten, Milch ausgibt. Frisch und direkt vom Hof. Online bestellen und nach Hause liefern lassen geht aber auch. Im Kühlregal vieler Münsteraner Supermärkte findet ihr ebenfalls Milcherzeugnisse von Große Kintrup.
  • Wer ein Abo vom Hof Große Kintrup bezieht, kann sich gleichzeitig auch Kartoffeln namens „MünsterLandknolle“ mitliefern lassen. Diese regionale Kartoffel wird nach bestimmten Standards, wie reduzierte Düngung und mechanische Unkrautbekämpfung, angebaut. Die Knollen können auch direkt von den Erzeugerhöfen erstanden werden.
  • Ziegenkäse in Bioqualität kann man auf dem Ziegenhof Scellebelle erstehen.
  • Biofleisch und –wurst aus eigener Haltung, Schlachtung und Metzgerei bietet der Biohof Gut Wewel im zugehörigen Hofladen und Café. Auch auf allen drei Wochenmärkten am Dom ist der Biohof zu finden.
  • Auch der Naturlandhof Büning verkauft seine Fleischprodukte direkt am Hof sowie auf den drei Wochenmärkten. Besonders am Naturlandhof ist , dass dort seltene und bedrohte Rassen, wie das Bunte Bentheimer Schwein, gehalten werden und so am Fortbestand dieser Nutztierrassen mitgewirkt wird.
  • Auch der Hof Lohmann bietet vielfältige Produkte des ökologischen Landbaus, daneben werden dort Marmeladen, Säfte und Liköre hergestellt und Kartoffeln für Großverbraucher, Kantinen, Restaurants geschält. Die Produkte können auch direkt im Hofladen erworben oder im Café gekostet werden. Der Hof gehört zu den Freckenhorster Werkstätten und ist die größte Behinderteneinrichtung im Kreis Warendorf.

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Gemüsekiste

Eine alternative Bezugsquelle für regionale Direkterzeuger-Produkte ist die Gemüsekiste.

  • Die Bio-Gemüse Gärtnerei Erden Kinder von Anna Wertenbroch-Thomaé und Marcel Thomaé in Greven bietet ein solches Gemüseabo an, bei dem man eine wöchentliche Gemüsekiste beziehen kann.
    Von der „Single-Kiste“ über die „Pärchen-Kiste“ bis zur „Familien-Kiste“ (funktioniert sicher genauso gut für WGs) bietet die Gärtnerei das Abo an. Die Kiste wird dann bis an die Haustür geliefert.
  • Gleich nebenan baut Claudius Hösel von der Grünen Neune Gemüse an, das er ebenfalls als Abo anbietet.
  • Der Weidenhof wird seit 2002 von Wolfgang Kleinebrahm und Rolf Klemen bewirtschaftet und hat ein breites Sortiment an Gemüsekisten für jeden Bedarf im Angebot: Rohkost-Kiste, Snack-Kiste, Single-Kiste, Obst-Kiste und eine individuell zusammenstellbare Kiste. Der Bioland-Hof ist auch auf dem Münsteraner Biomarkt zu finden. Außerdem kann man im Online-Shop bestellen. ec_organic_211_big

Gemüseanbau

Wer einen grünen Daumen hat, aber keinen Garten zum Gemüseanbau besitzt, dem bieten sich gleich einige Möglichkeiten.

  • Beim Bioland-Hofgut Schulze-Buschhoff in Münster-Handorf kann man seinen eigenen „Genussgarten“ bewirtschaften und beernten. Für ein Entgelt pachtet man auf dem Hofgut ein Stück Land. Ums Aussäen kümmern sich die Profis, das Pflegen und Ernten übernimmt man selbst. Dabei stehen die Fachmänner und-frauen einem natürlich mit Rat und Tat zu Seite – man wird ja nicht über Nacht zum perfekten Bio-Gärtner.
    Darüber hinaus bietet das Hofgut auch eine „grüne Kiste“ und einen Onlineshop an und ist freitags auf dem Biomarkt in Münster zu finden.
  • Auch auf dem Hof Spielbrink kann man seinen eigenen Gemüsegarten bewirtschaften.
  • Daneben kann auch ganz klassisch im Schrebergarten gegärtnert werden, in einer von Münsters zahlreichen Kleingartenanlagen. Wem die Arbeit allein zuviel wird, der kann auch zu mehreren, etwa mit seiner WG, einen Garten bewirtschaften. Neben frischem Gemüse bietet so ein Gartenstück auch Platz zum Ausspannen.
  • Wer Lust hat mit anderen Studierenden zu gärtnern kann sich einer der Campus-Gartengruppen anschließen, die in den letzten Jahren entstanden sind und mit ihren DIY-Pflanzkisten ein Flair von Urban Gardening verbreiten.
    Wie Urban Gardening geht, lässt sich auch Schritt für Schritt in Selbstmachvideos des mobilen Kölner Gemeinschaftsgarten NeuLand e.V. nachvollziehen

Community Supported Agriculture

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Community Supported Agriculture – „gemeinsam getragene Landwirtschaft“. Nach diesem Konzept der solidarischen Landwirtschaft funktioniert der demeter-Hof Entrup 119. Gegen einen monatlichen Beitrag kann man Teil der Community werden und ermöglicht dadurch das Bestehen und Gedeihen des Hofes. Als Gegenwert erhält man zur Erntezeit einen Anteil des Ertrags, wöchentlich auf dem Hof gebackenes Brot und zu den Melkzeiten Schafsmilch und –produkte. Darüber hinaus gibt es viele Gemeinschaftsaktionen, wie das Apfelfest, oder Sauerkrautherstellung. Auf Mitgliederversammlungen kann man seine Ideen und Meinung kundtun und gestaltet auf diesem Wege die Initiative mit.

Mehr Infos über das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft findest du auf: http://www.solidarische-landwirtschaft.org/de/startseite/.


Milchtankstelle und Eierautomat

In Roxel bietet der Hof Schedding frische Milch und Eier direkt vom Hof an. Für 80 Cents pro Liter kann man hier Milch zapfen –wer möchte bringt sich sein Abfüllgefäß direkt selbst mit. Den Hühnern kann man beim Legen der Eier etwas zuschauen und dann direkt eine Packung mit nach Hause nehmen.
Täglich von 6-22 Uhr, Hohenholter Straße 48, Münster-Roxel.


“Sauber bleiben” – Regionale Landwirtschaft Münsterland

Sauber bleiben – lautet der Name einer Kampagne für eine gentechnikfreie Landwirtschaft im Münsterland. Der Regionale Landwirtschaft Münsterland e.V. engagiert sich gemeinsam mit vielen Landwirten und Verbrauchern gegen den Einsatz von Gentechnik in der münsteraner Landwirtschaft. Zu den weiteren Zielen des Vereins gehört die Förderung einer umweltverträglichen und regionalen Landwirtschaft sowie des ökologischen Landbaus.


Bildquellen Gefunden auf: Europäische Kommission – Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

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